Wolfgang Michel gilt als Geheimtip unter den Dirigenten seiner Generation.

Er gewann verschiedene Konzerte bei Orchesterwettbewerben und darauf basierend, konnte er mit sehr vielen verschiedenen Orchestern in Polen, Tschechien, Bulgarien, Ukraine und Rumänien Erfahrung im großen sinfonischen Repertoire sammeln.

Als Höhepunkte seien hier Bruckners siebte Symphonie in Walbrzych und Lublin/Polen sowie Bruckners Sinfonien 3,4 und 6 in Tschechien und Rumänien, verschiedene Wagnerabende in Polen, die Eröffnung der 200. Saison am Staatstheater Odessa mit Rigoletto und das Verdi Requiem im Konzerthaus Berlin erwähnt.

Die Orchestermusiker als auch das Management der Orchester, mit denen er zusammenarbeitete, loben sein offene, leidenschaftliche und klare Art, auf das Orchester zuzugehen und ungeahnte Bestleistungen mit dem jeweiligen Klangkörper zu erzielen.

Wolfgang Michel begann seine musikalische Ausbildung auf der Geige bei der Mutter, wechselte dann zur klassischen Gitarre. Er studierte Gitarre in Basel bei Konrad Ragossnig, in Hartford/USA bei Oscar Ghiglia und besuchte Meisterkurse bei Andrés Segovia in Genf, bei dem er auch Privatstunden in Frankfurt erhielt.

In den USA begann sich seine Leidenschaft für das Dirigieren zu entwickeln. Er studierte dort bei Vytautas Marijosius und Kurt Klippstatter, wechselte dann an die Hochschule für Musik in Würzburg zu Günther Wich und ergänzte sein Dirigierstudium bei Michael Gielen am „Mozarteum“ in Salzburg.

Es ist spannend, wie dieser begabte Musiker die Konzertsäle und die Herzen der Zuhörer erobert.